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Editha ist offline Editha  
Wie Sie Ihrem depressiven Partner helfen können
Administratorin
16 Beiträge
Editha`s alternatives Ego
Wie Sie Ihrem depressiven Partner helfen können
Wenn Ihr Partner unter Depressionen leidet, dann haben Sie vermutlich schon vieles ausprobiert, um ihm zu helfen – z. B. gut zureden, drohen, alleine etwas unternehmen, eine Belohnung versprechen, an seine Willenskraft appellieren, usw. Vielleicht sind Sie unsicher, was gut bzw. schlecht für ihn ist. Hier sind einige Strategien, mit denen Sie Ihren Partner unterstützen können:
Informieren Sie sich über die Erkrankung Depressionen. Je mehr Sie über Depressionen wissen, desto eher können Sie die Symptome und Verhaltensweisen Ihres Partner einordnen und ihn unterstützen.
Nehmen Sie Ihrem Partner nicht alles ab, aber überfordern Sie ihn auch nicht. Es ist wichtig für ihn, dass er die Erfahrung macht, selbst noch etwas geregelt zu bekommen. Er braucht Erfolgserlebnisse. Zwingen Sie ihn jedoch nicht, etwas zu tun, das er auf keinen Fall tun möchte.
Lenken Sie den Blick Ihres Partner darauf, dass er eine Aufgabe bewältigt hat, und loben Sie ihn dafür - auch wenn er jedes Mal Ihr Lob entwertet, indem er sagt, das sei doch nichts, das könne jeder und überhaupt sei ihm das früher viel besser von der Hand gegangen.
Machen Sie ihm immer wieder Mut, dass er seine Depression eines Tages überwinden und wieder völlig gesund werden wird.
Signalisieren Sie ihm immer wieder, dass Sie ihn auf dem Weg durch seine Depression unterstützen und begleiten werden. Auch wenn Ihr Partner vielleicht äußert, dass ihm nicht zu helfen ist, es tut ihm gut, zu wissen, dass er auf Sie zählen kann, in Ihnen einen Halt hat und Sie für ihn da sind.
So wie man ein Auto, dessen Batterie schwach ist, anschieben muss, um es wieder zum Laufen zu bringen, so muss man auch den Depressiven, dessen Antriebskraft schwach ist, immer wieder anschieben. D.h.: Motivieren Sie Ihren Partner immer wieder, sich in Form von Spaziergängen oder Walken zu betätigen. Körperliche Betätigung hilft ganz enorm, Depressionen zu lindern und überwinden.

Da der eigene Antrieb, etwas zu unternehmen, gelähmt ist und stark Depressive sogar das Zähneputzen als einen Kraftakt empfinden, müssen Sie mit häufiger Ablehnung rechnen.

So könnten Sie den Erkrankten zu mehr Bewegung motivieren: Ich habe überlegt, wie ich dir helfen kann. Vielleicht täte es dir gut, wenn du dich mehr bewegen und etwas unternehmen würdest. Ich weiß, dass du keine Kraft hast und keinen Sinn darin siehst. Ich würde die ersten Male mit dir kommen und dich begleiten. Ich bin nicht böse, wenn du dich dazu noch nicht entschließen kannst. Ich würde mich jedoch freuen, wenn wir es zusammen versuchen würden.
Arbeiten Sie mit ihm zusammen mein Selbsthilfebuch zu Depressionen durch.
Verlangen Sie von Ihrem Partner keine großen Entscheidungen, denn Ihr Partner sieht im Augenblick alles nur aus einem depressiven Blickwinkel und es fällt ihm krankheitsbedingt schwer, Entscheidungen zu treffen. Ja, er hat vermutlich sogar Angst, Entscheidungen zu treffen.
Vermeiden Sie Beschimpfungen oder Appelle wie "Reiss dich zusammen" "Lass dich nicht so gehen" oder "Stell dich nicht so an". Der Depressive macht sich selbst solche Vorwürfe. Eine Bestätigung seiner Selbstvorwürfe von außen trifft den Kranken besonders und lässt ihn noch depressiver werden. Gutgemeinte Ratschläge können Depressive oft weder annehmen noch befolgen.
Körperkontakt in Form von Streicheln oder Händehalten werden in der Regel von Depressiven als angenehm erlebt.
Feiern und gesellige Treffen können den Kranken belasten. Der Rat "Du musst unter Leute" kann falsch und richtig sein, je nachdem in welcher seelischen Verfassung sich der Depressive befindet.
Es gibt Phasen, in denen sich der Depressive noch schlechter fühlen würde, wenn er unter Menschen ist. Vergnügungsparks, lustige Kinofilme oder heitere Menschen verstärken in der Regel die seelischen Qualen des Depressiven, weil er die Fähigkeit verloren hat, sich zu freuen und ihm dies in solchen Situationen schmerzlich bewusst wird.
Denken Sie bei allem, was Sie tun und was Ihr depressiver Partner tut, daran: eine Depression ist eine seelische Behinderung. Da diese Behinderung mit den Augen nur schwer zu erkennen ist, können Sie oft nur raten, wie es um Ihren Partner steht.
Raten Sie Ihrem Partner dringend zu einer Psychotherapie bzw. dem Besuch eines Psychiaters, wenn er sich immer mehr zurückzieht und Selbstmordgedanken hat. Wenn nötig, vereinbaren Sie einen Termin bei einem Psychotherapeuten und begleiten Ihren Partner dorthin.
Beitrag vom 18.08.2014 - 11:36
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